Roggen

Wie gesund ist Roggen?

Sie enthalten 85 % Vitamine und 80 % Mineralstoffe. Roggen ist ein typischer Lieferant für Kalium, Magnesium, Eisen, Zink und Folsäure. … Vitamin E schützt unsere Zellen, Zink unser Immunsystem und Mangan ist vor allem für ein gesundes Bindegewebe nötig.

Roggen ist sättigend, aromatisch und schenkt uns langanhaltende Energie für das Wohlbefinden. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Roggen ein sehr wertvolles Getreide und sollte daher nicht nur für die Schweinefütterung zum Einsatz kommen, sondern auch öfters auf unserem Speiseplan stehen. Leider spielt er in der menschlichen Ernährung noch eine untergeordnete Rolle, trotz all seiner gesundheitlichen Vorteile.

Roggen besitzt einen sehr geringen glykämischen Index und lässt daher unseren Blutzuckerspiegel und somit die Insulinproduktion nicht so schnell an- und wieder absteigen. Wir bleiben somit länger satt und bekommen weniger Erschöpfung und Müdigkeitszustände. Die stetige und langsame Freisetzung von Zucker hilft uns die Energie über einen längeren Zeitraum zu halten und leistungsfähig zu bleiben.

Roggen ist lange haltbar und herzhaft aromatisch
Unser Roggenfeld

Er liefert die meisten Ballaststoffe und viele Vitamine

Die Körner enthalten ca. 60 % Kohlenhydrate, 9 % Eiweiße, 13 – 15 % Ballaststoffe und je 2 % Fette und Mineralien. Der Roggen ist die beste Quelle von leicht zerlegbaren Ballaststoffen, die den Cholesterin– und Glukosespiegel im Blut senken. Mit seinem Wert liegt der Roggen vor allen anderen Getreidearten

Roggen ist lange haltbar und herzhaft aromatisch

Mit Ballaststoffen den Cholesterinwert regulieren

Ballaststoffe können durch die Enzyme im Magen und Darm nicht verdaut werden und wirken direkt senkend auf den Cholesterinspiegel, weil sie die Ausscheidung von Gallensäure zusammen mit dem Stuhl erhöhen, indem sie freie Gallensäure im Dünndarm binden. Für die Neubildung von Gallensäure wird körpereigenes Cholesterin verwendet, was dazu führt, das der Cholesterinspiegel im Blut sinkt.

Durch die Bindung der Gallensäuren wird zusätzlich das Dickdarmkrebsrisiko herabgesetzt.

Ebenfalls werden durch die Darmbakterien lösliche Ballaststoffe fermentiert/abgebaut und es entstehen die kurzkettigen Fettsäuren, wie zum Beispiel Butyrat. Diese kurzkettigen Fettsäuren dienen dem Darmepithel als Energiequelle und sorgen für optimale Regeneration und Stärkung der Darmschleimhaut. Sie erniedrigen den pH-Wert im Darm in den gesunden physiologischen Bereich und schützen somit die Darmschleimhaut.

Ebenfalls haben sie einen antientzündlichen Effekt und verhindern das Eindringen von entzündungsfördernden Mikroorganismen. Denn nur ein durchlässiger Darm steht in Verbindung mit Reizdarm, Durchfall, Übergewicht und Stoffwechselstörungen.